{"id":1936,"date":"2014-09-25T12:09:30","date_gmt":"2014-09-25T12:09:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.motoport.de\/dane-trophy\/?p=1936"},"modified":"2015-06-25T12:10:12","modified_gmt":"2015-06-25T12:10:12","slug":"tag-5-jetzt-wird-es-ernst-der-leichenberg-wartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.motoport.de\/dane-trophy\/tag-5-jetzt-wird-es-ernst-der-leichenberg-wartet\/","title":{"rendered":"Tag 5: Jetzt wird es ernst. Der Leichenberg wartet."},"content":{"rendered":"<p>Und er wartet auf uns. Der RohtangLa, der Leichenberg.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Die eigentliche DANE TROPHY TRANSHIMALYA beginnt mit seinem Aufstieg auf fast 4000m H\u00f6he.<\/p>\n<p>H\u00f6rt sich harmlos an. Ist es aber nicht.<\/p>\n<p>Wir sind hier her gekommen, um uns und die Produkte zu testen. Und wir werden nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Die aus europ\u00e4ischer Perspektive bisweilen seltsame Skurrilit\u00e4t des indischen Alltags, f\u00fchrt in diesem Reise-Block phasenweise doch zu einer eher humoristisch-flapsigen Betrachtung des Landes und des gesamten Trips. Es ist mir daher zu Beginn des Motorradteils wichtig zu betonen, dass die ironische Betrachtung mit gro\u00dfem Wohlwollen und gro\u00dfer Sympathie gegen\u00fcber diesem unglaublich faszinierenden Land und seiner ebenso faszinierenden Bev\u00f6lkerung unterlegt ist.<\/p>\n<p>Verbunden mit dem beruhigenden Wissen, dass ein Inder\/Himalayabewohner den deutschen Alltag genauso befremdlich, skurril und humoristisch empfinden w\u00fcrde, wie dies bei unserer Reise meinerseits der Fall ist.<\/p>\n<p>Und dem vollen Bewu\u00dftsein, da\u00df man mit einer rein lakonischen Kommentierung der Gro\u00dfartigkeit und Vielfalt dieser Region nat\u00fcrlich in keinster Weise gerecht wird.<\/p>\n<p>Wir sind hier in einer der faszinierendsten Regionen der Erde und wir unternehmen einen der \u2013wie sich in der Folge zeigen wird- abenteuerlichsten und aufreibensten Trips, die man mit einem Motorrad machen kann.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde mich freuen, wenn es mir in der Folge gelingen w\u00fcrde, wenigstens zu einem kleinen Prozentteil eine Ahnung davon vermitteln zu k\u00f6nnen, die Gro\u00dfartigkeit die Landschaft, die Kultur und die Bev\u00f6lkerung der Himalaya Region tats\u00e4chlich ist.<\/p>\n<p>Und es w\u00fcrde mich ebenfalls freuen, wenn deutlich werden w\u00fcrde, welch abenteuerlicher und bisweilen gef\u00e4hrlicher Trip diese DANE TROPHY TRANSHIMALYA 2014 tats\u00e4chlich ist. Ich bef\u00fcrchte aber, dass dies nur eingeschr\u00e4nkt gelingen wird. Denn die Auswirkungen und Anstrengungen von k\u00f6rperlicher T\u00e4tigkeit in \u00fcber 4000m H\u00f6he, die M\u00e4chtigkeit der Berge, das Gef\u00fchl der eigenen Unwichtigkeit angesichts der Gr\u00f6\u00dfe und Gro\u00dfartigkeit der Natur, das absolut fantastische Spiel des Lichts, die staunend und still machende Spiritualit\u00e4t der Menschen, die jahrhundertealte Tradition, die Bescheidenheit und Demut der Bev\u00f6lkerung, die H\u00e4rte des t\u00e4glichen (\u00dcber-)lebens, das quirrlige Treiben und die Abgeschiedenheit und Unwirklichkeit der Hochregionen, dass alles und noch so vieles mehr an Eindr\u00fccken und Einfl\u00fcssen ist mit Wort und Bild nur schwer beschreibbar. Auch die Dynamik und die Verschworenheit einer Gruppe, angesichts der gemeinsamen intensiven Erlebnisse und die Faszination des Motorradfahrens in der Unwirklichkeit des h\u00f6chsten Gebirges der Welt ist ebenfalls nur schwer transportierbar.<\/p>\n<p>Ich werde bei der Beschreibung der DANE TROPHY TRANSHIMALYA also scheitern. Um so wichtiger also, dass die flapsigen Beschreibungen und Videos nicht die Gro\u00dfartigkeit des Landes und dieser Reise \u00fcberdecken.<\/p>\n<p>Die Skurrilit\u00e4t Indiens ist Bestandteil seiner Faszination und jede skurrile Kommentierung -das ist wichtig- soll nur Ausdruck von Zuneigung, Respekt und auch Dankbarbeit sein.<\/p>\n<p>Die DANE TROPHY TRANSHIMALAYA hat aber noch ganz andere Facetten.<\/p>\n<p>Und die zeigen sich so richtig, nachdem die eigentliche Tour startet. Und das ist Heute!<\/p>\n<p>Also, an die Maschinen und auf zum RothangLA, dem Leichenberg.<\/p>\n<p>3979m hoch und der Einstieg zum Manali-Leh-Highway<\/p>\n<p>Er ist nur im Sommer befahrbar und er verbindet das nordwestliche Punjab mit der ansonsten abgeschnittenen Berg- und Grenzregion von Ladakh. Der RohtangLa ist sowohl Wetter- wie auch Kulturscheide, denn er trennt die feuchte, hinduistisch gepr\u00e4gte Region des H\u00fcgellandes von der trockenen, w\u00fcstenartigen, buddhistischen Region des Hochgebirges.<br \/>\nZudem ist er bei schlechten Wetter eine gro\u00dfe fahrerische und aufgrund der H\u00f6he eine harte k\u00f6rperliche Herausforderung, wie unser Trailer mit Bildern des vergangen Jahres nochmals verdeutlichen soll.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"DANE TROPHY TRANSHIMALYA 2014 TRAILER\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/US3ktpXDLoQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir fahren von der 1900m hoch gelegenen Stadt Manali im Kullu Tal zum mehr als 400om hoch gelegenen Stopp in einem Ort namens Jispa.<\/p>\n<p>Wir werden alle lernen, das ab 4000m H\u00f6he das Leiden beginnt. Zumindest, wenn man die H\u00f6henmeter so schnell zur\u00fcck legt, wie wir dies tun m\u00fcssen, um zu lange Akklimatisierungstage zu vermeiden. Jeder von uns wird in den kommenden Tagen seine spezielle Erfahrung mit dieser H\u00f6he machen: Schlaflosigkeit, Kopfschmerz, Konzentrationsschw\u00e4che. In der Behaglichkeit eines europ\u00e4ischen Wohnzimmer eher harmlos kleine &#8222;Erkrankungen&#8220;. In einem Himalaya-Zeltlager werden die schlaflosen N\u00e4chte allerdings sehr, sehr lang, die Kopfschmerzen zu einem pochenden Problem und die Konzentrationsprobleme bei einem seitlich 500m abfallenden Schotterweg zu einer wirkichen Gefahr.<\/p>\n<p>Das wir uns ab jetzt in einer extremen Region bewegen, wird uns deutlich als einer der uns begleitenden Inder h\u00f6henkrank wird und in der Folge weder seinen Namen noch seine Aufenthaltsort zu nennen vermag. Er hat es Doc Peter zu verdanken, der massiv darauf bestanden hat, dass der Patient trotz dunkelster Nacht und unwegsamnsten Gel\u00e4ndes SOFORT ins Tal gebracht werden muss, das er sich heute wieder bester Gesundheit erfreut. Der Zufall hat daf\u00fcr gesorgt, dass ein Tal und eine Stadt (Leh) in einem 7 Stunden Ritt \u00fcber unwegsamstes Gel\u00e4nde erreichbar war. Ohne diesen Zufall und die Vehemenz unseres erfahrenden Arztes w\u00e4re es nicht unwahrscheinlich gewesen, dass er die Nacht nicht \u00fcberlebt h\u00e4tte. Wie sich am n\u00e4chsten Tag zeigte, lag sein Sauerstoffgehalt weit unter dem kritischen Wert! Sp\u00e4testens da wurde allen klar, dass dieser Trip mit nichts zu vergleichen ist.<\/p>\n<p>Wir verlassen Manali gleich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck. Mit unseren 160km, f\u00fcr die wir 8 Stunden ben\u00f6tigen, tauchen wir jetzt ein in die Hochgebirgsregionen des Himalaya.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und er wartet auf uns. 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