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Wie das Land, so das Rennen! Immer gerade aus

am Deich entlang. Entlang der eindeutig längs-

te Tribüne der Welt. Vor typisch norddeutscher

Kulisse wird direkt am Busen der Natur Motorsport

vom Feinsten betrieben. Ruhe und die Weite des

Meeres auf der einen Seite. Infernalischer Lärm auf

der anderen.

Von Null auf 480 km/h – in unter sechs Sekunden.

Das schafft nur einer: Gerd Habermann (53) mit

seinem „Dragon Hunter“. Er ist der „King of Fire“.

Erstmals war der Hesse jetzt zu Gast beim „Jade

Race“ auf dem Flugplatz Mariensiel vor den Toren

Wilhelmshavens. Hier brennt der Deich!

Seine Performance – einfach gigantisch. Noch mit

aufgeklapptem Chassie rollt sein Wagen an den

Start. Die Turbine wird gezündet. Den Feuerwehr-

leuten stockt der Atem. Das Ding spuckt Flammen,

faucht wie irre. Wenn Habermann den Nachbren-

ner testet, weiß jeder: Die Nummer jetzt muss

einem Ritt auf der Kanonenkugel gleichen.

Wenn nicht verbranntes Kerosin auf die heißen

Aggregate tropft, schießt eine Dampfwolke aus

dem Heck des Funny Cars. Teil der Show. Haber-

land zelebriert sie.

Der Drachen-Jäger ist jetzt bereit. Er will fressen –

Asphalt oder Beton schmeckt ihm beides.

Laut, lauter, ohrenbetäubend! Der Deich am

Jadebusen wird jetzt zur längsten Tribüne im Drag-